Indoor Air Quality (IAQ)

Raumluftqualität (Indoor Air Quality, IAQ)

Die Raumluftqualität bemisst sich nicht nur an der Menge der Aerosole und Gase sowie der Temperatur und Feuchtigkeit der Luft in einem Gebäude. Bei Wohngebäuden wird die Luftqualität dadurch bestimmt, ob die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen im Gebäude dauerhaft gewährleistet ist. Bei Fertigungsprozessen wird die Luftqualität dadurch bestimmt, ob im Gebäude kostengünstig qualitativ hochwertige Produkte gefertigt werden können.

Der wichtigste Aspekt der Raumluftqualität ist die Reinheit der Luft. Luftverschmutzung bedeutet in der Luft befindliche Partikel, Gase und Dämpfe, die das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen einschränken und die Produktion bzw. die Effizienz der Fertigungsprozesse beeinträchtigen.

Produktionsverfahren

Die Industrie hat im Allgemeinen konkrete Anforderungen an die Reinheit der Luft in puncto Partikel und molekulare Verunreinigungen. Die Anforderungen erstrecken sich im Allgemeinen von einem guten Hygiene-Niveau mit geringer Verschmutzung bis hin zu extrem hohen Reinheitsanforderungen (beispielsweise in der Halbleiterindustrie).

Menschliche Gesundheit

Die Gesundheit und das Wohlergehen von Menschen hängt davon ab, ob und wie stark die Luft verschmutzt ist. In den vergangenen Jahren hat es vermehrt Untersuchungen zur Bedeutung einer reinen Innenraumluft gegeben. Heutzutage gibt es klare Anzeichen dafür, dass Partikel (insbesondere feine und feinste Partikel) kurz- und langfristig Probleme verursachen. Gase und Dämpfe können je nach Konzentration Reizungen oder sogar akute Probleme hervorrufen. Typische Beispiele für gasförmige Verunreinigungen sind Ozon, NO2 und flüchtige organische Verbindungen (FOV).

Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Ursache für schlechte Innenraumluft 
Ursachen

Warum hat sich die Raumluftqualität verschlechtert?

In den 1970er Jahren rückte durch die Energiekrise der weltweite Energieverbrauch in den Mittelpunkt des politischen und wirtschaftlichen Interesses. Die Kosten für die Heizung und Kühlung von Gebäuden stiegen drastisch an, und es wurden neue Bautechniken entwickelt. Viele Gebäude wurden neu isoliert, mit Dampfsperren und besser dämmenden Fenstern und Türen versehen. Es wurden neue Bauverfahren entwickelt, die eine geringere Wärmeübertragung durch Wände und Fenster möglich machten und das Eindringen von Luft bzw. den Luftaustausch durch Wände, Fenster und Türen reduzierten. Daher konnten sich in den Gebäuden Schadstoffe und Feuchtigkeit sammeln, und die Raumluft wurde zum Problem.

Unter der Bezeichnung Sick-Building-Syndrom werden inzwischen verschiedene Beschwerden wie Kopfschmerzen, Augenreizungen, Müdigkeit und andere Symptome, die mit dem Aufenthalt in einem bestimmten Gebäude oder Raum zusammenhängen, zusammengefasst.

Gebäudebedingte Erkrankungen beziehen sich auf konkret diagnostizierbare Erkrankungen, die sich auf ein bestimmtes Gebäude oder einen bestimmten Raum zurückführen lassen. Ein Beispiel für eine derartige Erkrankung ist die Legionärskrankheit.

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